Trichlorsilan CAS-Nr. 10025-78-2
Hohe thermische Stabilität::
Bei hohen Temperaturen stabiler als Dichlorsilan.
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln::
Löst sich leicht in Benzol und Ether, was die chemische Weiterverarbeitung erleichtert.
Reaktivität mit Reduktionsmitteln::
Kann mit Lithiumaluminiumhydrid oder Lithiumborhydrid zu Silan reduziert werden, welches in der Synthese nützlich ist.
Nicht korrosiv gegenüber trockenen Metallen::
Korrodiert unter wasserfreien Bedingungen weder Eisen noch Edelstahl und gewährleistet so die Materialverträglichkeit.
Produktbeschreibung von Trichlorsilan (CAS-Nr.: 10025-78-2)
Trichlorsilan ist eine farblose, flüchtige Flüssigkeit mit stechendem Geruch bei Raumtemperatur und -druck. Es ist an der Luft leicht entzündlich und stellt selbst bei Temperaturen unter -18 °C eine Brandgefahr dar. Bei Kontakt mit offenen Flammen verbrennt es heftig unter Bildung roter Flammen und weißem Rauch und reagiert mit Sauerstoff zu SiO₂, HCl und Cl₂ (SiHCl₃ + O₂ → SiO₂ + HCl + Cl₂). Seine Dämpfe bilden in einem weiten Konzentrationsbereich explosive Gemische mit Luft, die sich beim Erhitzen heftig entzünden können.
Trichlorsilan weist im Vergleich zu Dichlorsilan eine höhere thermische Stabilität auf, zersetzt sich jedoch bei 900 °C unter Bildung giftiger Dämpfe von HCl, Cl₂ und Silicium. Es reagiert explosiv mit Wasser (2SiHCl₃ + 3H₂O → (HSiO)₂O + 6HCl) unter Rauchentwicklung und zersetzt sich in alkalischen Lösungen unter Bildung von Wasserstoff (SiHCl₃ + 3NaOH + H₂O → Si(OH)₄ + 3NaCl + H₂). Der Kontakt mit Oxidationsmitteln kann explosive Reaktionen auslösen.
Trichlorsilan reagiert mit Acetylen und Kohlenwasserstoffen zu Chlorsilanen (z. B. SiHCl₃ + CH≡CH → CH₂CHSiCl₃). In Gegenwart von Reduktionsmitteln wie Lithiumaluminiumhydrid oder Lithiumborhydrid kann es in Silan umgewandelt werden. Ein Stoß gegen den Behälter kann zur Entzündung führen.
Es ist in organischen Lösungsmitteln wie Benzol und Ether löslich. Wasserfreies Trichlorsilan korrodiert weder Eisen noch Edelstahl, jedoch führt Feuchtigkeitseinwirkung zur Korrosion der meisten Metalle.
Chemische Eigenschaften von Trichlorsilan
Schmelzpunkt |
-127 °C |
Siedepunkt |
32–34 °C (Lit.) |
Dichte |
1,342 g/mL bei 25 °C(Lit.) |
Dampfdichte |
1 (gegen Wasser) |
Dampfdruck |
9,75 psi (20 °C) |
Brechungsindex |
1.4-1.402 |
Fp |
7 °F |
Lagertemperatur |
Kühlschrank |
Löslichkeit |
Löslich in Benzol, Ether, Heptan, Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff. |
bilden |
Flüssig |
Spezifisches Gewicht |
1.342 |
Farbe |
Farblos |
Geruch |
Scharf, erstickend, wie Salzsäure. |
Explosionsgrenze |
70% |
Wasserlöslichkeit |
zerfällt |
Empfindlich |
Luft- und feuchtigkeitsempfindlich |
Hydrolytische Empfindlichkeit |
8: Reagiert schnell mit Feuchtigkeit, Wasser und protischen Lösungsmitteln |
Merck |
14,9646 |
Stabilität: |
Stabil, aber extrem entzündlich. Selbstentzündlich (pyrophor) – entzündet sich spontan an der Luft. Explosionsgefahr an der Luft – große Explosionsgrenzen beachten. Reagiert heftig mit Wasser. Unverträglich mit Feuchtigkeit, Säuren, Basen, starken Oxidationsmitteln, Alkoholen und Aminen. |
InChIKey |
زدهكسككسهفتههففيصن |
CAS-Datenbankreferenz |
10025-78-2 (CAS-Datenbankreferenz) |
NIST-Chemiereferenz |
Trichlorsilan (10025-78-2) |
EPA-Stoffregistersystem |
Trichlorsilan (10025-78-2) |
Sicherheitsinformationen
Gefahrencodes |
F+,C |
Risikohinweise |
12-14-17-20/22-29-35 |
Sicherheitshinweise |
16-26-36/37/39-43-45-7/9-43 |
Leser |
UN 1295 4.3/PG 1 |
WGK Deutschland |
1 |
RTECS |
VV5950000 |
F |
4.5-21-31 |
TSCA |
Ja |
Gefahrenklasse |
4.3 |
Verpackungsgruppe |
ICH |
HS-Code |
28530090 |
Daten zu Gefahrstoffen |
10025-78-2 (Daten zu Gefahrstoffen) |
Toxizität |
LD50 oral bei Ratten: 1,03 g/kg (Smyth) |
Produktanwendung von Trichlorsilan (CAS-Nr.: 10025-78-2)
Trichlorsilan dient als wichtiger Rohstoff für die Synthese von polymerbasierten organischen Siliciumverbindungen. Darüber hinaus findet es Anwendung in industriellen Instrumenten.
Darüber hinaus dient es als primärer Vorläufer für die Herstellung organischer Siliziumverbindungen und fungiert als Grundrohstoff im Herstellungsprozess von Polysilizium.



