Imidazol CAS#288-32-4

  • Vielseitige chemische Funktionalität: Imidazol kann sowohl als Base als auch als schwache Säure wirken und bietet wertvolle Reaktivität in einer Vielzahl chemischer Prozesse.

  • Wichtige heterozyklische Struktur: Die Verbindung enthält einen fünfgliedrigen aromatischen Ring mit zwei Stickstoffatomen und ist damit ein wichtiger Baustein in der organischen und pharmazeutischen Chemie.

  • Natürlich relevantes molekulares Gerüst: Der Imidazolring kommt in biologisch wichtigen Verbindungen wie Histidin, Histamin und Purinen vor, was seine Bedeutung in den Biowissenschaften unterstreicht.

  • Weit verbreitet in pharmazeutischen Anwendungen: Imidazol dient als wichtiger Strukturbestandteil in zahlreichen pharmazeutischen Verbindungen und chemischen Syntheseanwendungen.


Produktdetails

Imidazol CAS#288-32-4

Imidazol ist eine heterozyklische aromatische organische Verbindung, die durch einen fünfgliedrigen Ring gekennzeichnet ist, der zwei nicht benachbarte Stickstoffatome enthält, zwischen denen sich ein Kohlenstoffatom befindet. Es ist der allgemein akzeptierte Name für 1,3-Azol und war früher als Glyoxalin oder Iminazol bekannt.

Dieses wichtige aromatische Ringsystem kommt in natürlich vorkommenden Verbindungen wie Histidin, Histamin und Purinen sowie in zahlreichen pharmazeutischen Substanzen vor. Imidazol weist sowohl basische als auch schwach saure Eigenschaften auf und liegt in zwei tautomeren Formen vor, bei denen sich das Wasserstoffatom an einem der beiden Stickstoffatome innerhalb der Ringstruktur befinden kann.

Imidazol CAS#288-32-4

Chemische Eigenschaften von Imidazol

Schmelzpunkt  88–91 °C (lit.)
Siedepunkt  256 °C (lit.)
Volumendichte 500–600 kg/m3
Dichte  1,01 g/ml bei 20 °C
Dampfdruck  <1 mm Hg (20 °C)
Brechungsindex  1.4801
Fp 293 °F
Lagertemp.  Bei Temperaturen über +30°C lagern.
Löslichkeit  H2O: 0,1 M bei 20 °C, klar, farblos
bilden  kristallin
pka 6,953 (bei 25℃)
Spezifisches Gewicht 1.03
Farbe  weiß
Geruch Aminartig
PH 9,5–11,0 (25℃, 50 mg/ml in H2O)
pH-Wertebereich 9,5 - 11
Wasserlöslichkeit  633 g/L (20 ºC)
λmax λ: 260 nm Amax: 0,10
λ: 280 nm Amax: 0,10
Empfindlich  Hygroskopisch
Merck  144912
BRN  103853
Dielektrizitätskonstante 23,0 (Umgebung)
Stabilität: Stabil. Unverträglich mit Säuren und starken Oxidationsmitteln. Vor Feuchtigkeit schützen.
Funktionen von Kosmetikinhaltsstoffen Pufferung
InChI 1S/C3H4N2/c1-2-5-3-4-1/h1-3H,(H,4,5)
InChIKey RAXXELZNTBOGNW-UHFFFAOYSA-N
LÄCHELN c1c[nH]cn1
LogP -0,02 bei 25℃
CAS-Datenbankreferenz 288-32-4 (CAS-Datenbankreferenz)
NIST-Chemiereferenz 1H-Imidazol(288-32-4)
EPA-Substanzregistersystem Imidazol (288-32-4)

Sicherheitsinformationen

Gefahrencodes  C, Xi, T
Risikohinweise  36/38-63-34-22-20/21/22-61
Sicherheitshinweise  26-36/37/39-45-22-36-27-53
RIDADR  UN 2923 8/PG 3
WGK Deutschland  1
RTECS  NI3325000
Selbstzündtemperatur 480 °C
TSCA  Nach der TSCA gelistet
Gefahrenklasse  8
Verpackungsgruppe  III
HS-Code  29332990
Speicherklasse 6.1C – Brennbar, akut giftig, Kat.3
toxische Verbindungen oder Verbindungen, die chronische Wirkungen hervorrufen
Gefahrenklassifizierungen Akute Tox. 4 Mündlich
Augenschaden. 1
Repr. 1B
Skin Corr. 1C
Gefahrstoffdaten 288-32-4 (Daten zu gefährlichen Stoffen)
Toxizität LD50 bei Mäusen (mg/kg): 610 i.p.; 1880 mündlich (Nishie)

Imidazol CAS#288-32-4

Produktanwendung von Imidazol CAS#288-32-4

Imidazol ist eine vielseitige heterozyklische Verbindung, die häufig bei der Synthese verschiedener biologisch aktiver Substanzen, einschließlich der Aminosäure Histidin, verwendet wird. Es ist auch ein wichtiger Strukturbestandteil vieler Antimykotika. Darüber hinaus wird Imidazol häufig als Korrosionsinhibitor für Übergangsmetalle wie Kupfer eingesetzt.

Die Verbindung wird häufig in der organischen Synthese verwendet und wurde auch als Strahlenschutzmittel eingesetzt.

Imidazol wurde verwendet in:

  • Lyse-, Wasch- und Elutionspuffer für die Reinigung von Histidin-markiertem Sonic Hedgehog (Shh-N)-Protein.

  • Elutionspuffer mit schrittweisem Gradienten für die Reinigung von Histidin-markierten Aldo-Keto-Reduktasen mittels Nickel-Affinitätschromatographie.

  • Homogenisierungspuffer bei der Isolierung und Reinigung phagosomaler Kompartimente aus dendritischen Zellen.

Imidazol CAS#288-32-4

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